Physis

Hildegard von Bingens pharmazeutische Lehre sowie zahlreiche Hymnen zeugen von ihrem Verständnis aller Dinge als Zeichen der Güte Gottes. Schutz- und Erzengel vermitteln zwischen Mensch, Gottheit und Natur.

Im Unterschied dazu sind im Rigveda  die Elemente der Natur selber Gottheiten. Diese Sammlung von mehr als tausend Hymnen in Sanskrit entstand um ca. 1500 v. Chr. und zählt zu den wichtigsten des Hinduismus. Darin werden Götter wie Agni, Indra oder Varuna (Feuer, Wasser, Himmel) angerufen. Für seine Komposition war es Holst wichtig, eine eigene Übertragung der Texte ins Englische vorzunehmen. So entstanden in den 1910er Jahren vier einzigartige Zyklen von seltener Schönheit für unterschiedliche Besetzungen.

Der Wind  in Hugo Distlers Vertonung des Mörike-Gedichtes „Das Lied vom Winde“ tritt gleichberechtigt mit einem Kind in einen Dialog über die Bedeutung von Liebe und Heimat.

In den 4  Gesängen für Frauenchor op. 17 verwendet Johannes Brahms die Harfe als Sinnbild des Windes und 2 Hörner als Symbole des Waldes. Der Bewunderung für die Schönheit der Natur steht die unerfüllte Liebe und die daraus resultierende Todessehnsucht gegenüber und zeigt das zwiespältige, belastete Verhältnis des Menschen zur Schöpfung, dem das göttliche Gegenüber fehlt.

Während die junge finnische Komponistin Cecilia Damström in den  2013 vertonten „Estampas del mar“ von Federico Garcia Lorca Meer, Sterne und Morgenrot in einen mystischen Zusammenhang zu Maria und Venus stellte, thematisiert sie in ihrem 2019  Requiem for our earth für Tonband, Frauenchor und Licht die Gefährdung des Bestehens unserer Welt. In den  3500 Jahren, die uns von der Entstehung von Rigveda trennen, wurde die Natur von einer Göttin zu einem Objekt der Ausbeutung.

Heaven ist eine a cappella Vertonung verschiedener Sätze aus Reden von Papst Franziskus über die aktuelle und dringliche Problematik der Klimakrise. Heaven ist nicht der letzte Satz des Requiems, der Schluss bleibt offen. Genauso hat unser Konzert kein wirkliches Ende, denn die Entwicklung der Welt geht weiter….

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Akte Zwingli                

Ein Mysterienspiel

16. Juni 2017 Uraufführung         

Grossmünster, Zürich

           

+ 6 weitere Vorstellungen

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Akte Zwingli                

Ein Mysterienspiel

 

 

Von Christoph Sigrist und Hans-Jürgen Hufeisen

16. Juni 2017 Uraufführung         

Grossmünster, Zürich          

+ 6 weitere Vorstellungen

2./3. November 2018

Winterthur

4. November 2017

Dübendorf


29. September 2017

Moers (D)

28. September 2017

Marburg (D)